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10 September 2026

Tischgestell wählen: Säule, Kufe oder vier Beine

Man wählt den Tisch nach der Platte und denkt ans Gestell erst danach. Im Alltag fällt aber gerade das Gestell am meisten auf: wohin die Knie kommen, wie viele bequem sitzen, ob der Tisch steht.

Vier Beine (klassisch)

Ein Bein an jeder Ecke. Die bekannteste und stabilste Lösung.

Stärke: Der solideste Träger für schwere Platten. Naturstein und dicke Keramik wiegen erheblich; vier Beine verteilen die Last gleichmäßig.

Schwäche: Wer am Kopfende sitzt, hat ein Bein zwischen den Knien. An einem Achtertisch stört das die Stirnplätze. Außerdem behindern die Beine Staubsauger und Wischmopp.

Gut für: Tische, an denen nur an den Längsseiten gesessen wird.

Säulengestell

Ein Träger in der Mitte der Platte mit breitem Fuß darunter.

Stärke: Der Umlauf ist vollständig frei. Jeder sitzt, wo er möchte, kein Knie trifft ein Bein, die Stuhlzahl bleibt flexibel. Bei runden Tischen praktisch die einzige sinnvolle Wahl.

Schwäche: Ist der Fuß nicht schwer genug, kann Aufstützen am Rand das Gleichgewicht kosten. Bei großen rechteckigen Platten nimmt man statt einer Säule zwei Gestelle.

Gut für: Runde und ovale Tische, Rechtecke bis etwa 140 cm.

Kufengestell

Beine an beiden Enden auf breiten, bodenparallelen Kufen. Die Unterseite bleibt durchgehend frei.

Stärke: An den Längsseiten steht nichts im Weg; die Platzzahl begrenzt nur die Plattenlänge. Optisch wirkt es leicht.

Schwäche: Am Kopfende sitzt man schlecht — die Kufe kommt vor die Füße. Und weil sie Bodenfläche belegt, lassen sich Stühle womöglich nicht ganz einschieben.

Gut für: Lange Tafeln; Platten ab 200 cm.

Doppelgestell (U- oder V-Form)

Ähnlich der Kufe, aber mit kürzerem Fuß. Zwei getrennte Träger an den Enden.

Stärke: Bietet die freie Unterseite der Kufe bei weniger Bodenfläche. Trägt schwere Platten sicher.

Schwäche: Der Abstand der Gestelle zu den Enden ist entscheidend. Zu weit innen, und die Kopfplätze treffen ein Bein; zu weit außen, und die Platte kann in der Mitte durchhängen.

Materialseite

  • Metall — hohe Tragkraft bei schlankem Querschnitt. Unter schweren Steinplatten die verbreitetste Lösung. Pulverbeschichtet in verschiedenen Farben.
  • Holz — wirkt warm, braucht für dieselbe Tragkraft aber mehr Querschnitt. Optisch beschwert es den Tisch.
  • Stein- oder Keramikgestell — dasselbe Material wie die Platte. Das geschlossenste Bild, die schwerste Lösung.

Drei Fragen vor der Entscheidung

  1. Wird an den Stirnseiten gesessen? Wenn ja, fallen vier Beine und Kufe weg.
  2. Wie schwer ist die Platte? Naturstein und dicke Keramik fordern eine einzelne schlanke Säule.
  3. Wie oft wird der Tisch bewegt? Kufen können den Boden zerkratzen; Filzgleiter sind Pflicht.

Bei unseren Tischen wird das Gestell pro Auftrag gewählt — eine Platte, die Ihnen gefällt, können Sie mit einem anderen Gestell bekommen. Beschreiben Sie uns die Nutzung des Raums, wir finden gemeinsam das passende.