Man wählt den Tisch nach der Platte und denkt ans Gestell erst danach. Im Alltag fällt aber gerade das Gestell am meisten auf: wohin die Knie kommen, wie viele bequem sitzen, ob der Tisch steht.
Vier Beine (klassisch)
Ein Bein an jeder Ecke. Die bekannteste und stabilste Lösung.
Stärke: Der solideste Träger für schwere Platten. Naturstein und dicke Keramik wiegen erheblich; vier Beine verteilen die Last gleichmäßig.
Schwäche: Wer am Kopfende sitzt, hat ein Bein zwischen den Knien. An einem Achtertisch stört das die Stirnplätze. Außerdem behindern die Beine Staubsauger und Wischmopp.
Gut für: Tische, an denen nur an den Längsseiten gesessen wird.
Säulengestell
Ein Träger in der Mitte der Platte mit breitem Fuß darunter.
Stärke: Der Umlauf ist vollständig frei. Jeder sitzt, wo er möchte, kein Knie trifft ein Bein, die Stuhlzahl bleibt flexibel. Bei runden Tischen praktisch die einzige sinnvolle Wahl.
Schwäche: Ist der Fuß nicht schwer genug, kann Aufstützen am Rand das Gleichgewicht kosten. Bei großen rechteckigen Platten nimmt man statt einer Säule zwei Gestelle.
Gut für: Runde und ovale Tische, Rechtecke bis etwa 140 cm.
Kufengestell
Beine an beiden Enden auf breiten, bodenparallelen Kufen. Die Unterseite bleibt durchgehend frei.
Stärke: An den Längsseiten steht nichts im Weg; die Platzzahl begrenzt nur die Plattenlänge. Optisch wirkt es leicht.
Schwäche: Am Kopfende sitzt man schlecht — die Kufe kommt vor die Füße. Und weil sie Bodenfläche belegt, lassen sich Stühle womöglich nicht ganz einschieben.
Gut für: Lange Tafeln; Platten ab 200 cm.
Doppelgestell (U- oder V-Form)
Ähnlich der Kufe, aber mit kürzerem Fuß. Zwei getrennte Träger an den Enden.
Stärke: Bietet die freie Unterseite der Kufe bei weniger Bodenfläche. Trägt schwere Platten sicher.
Schwäche: Der Abstand der Gestelle zu den Enden ist entscheidend. Zu weit innen, und die Kopfplätze treffen ein Bein; zu weit außen, und die Platte kann in der Mitte durchhängen.
Materialseite
- Metall — hohe Tragkraft bei schlankem Querschnitt. Unter schweren Steinplatten die verbreitetste Lösung. Pulverbeschichtet in verschiedenen Farben.
- Holz — wirkt warm, braucht für dieselbe Tragkraft aber mehr Querschnitt. Optisch beschwert es den Tisch.
- Stein- oder Keramikgestell — dasselbe Material wie die Platte. Das geschlossenste Bild, die schwerste Lösung.
Drei Fragen vor der Entscheidung
- Wird an den Stirnseiten gesessen? Wenn ja, fallen vier Beine und Kufe weg.
- Wie schwer ist die Platte? Naturstein und dicke Keramik fordern eine einzelne schlanke Säule.
- Wie oft wird der Tisch bewegt? Kufen können den Boden zerkratzen; Filzgleiter sind Pflicht.
Bei unseren Tischen wird das Gestell pro Auftrag gewählt — eine Platte, die Ihnen gefällt, können Sie mit einem anderen Gestell bekommen. Beschreiben Sie uns die Nutzung des Raums, wir finden gemeinsam das passende.
